Rezension

O-Ton hat eine Rezension zur Uraufführung von "Die vierzig Tage des Musa Dagh" veröffentlicht. Sie ist bis 16.5. kostenlos zu lesen.

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Neues Stück

„Die vierzig Tage des Musa Dagh“

nach dem gleichnamigen Roman von Franz Werfel.

Der Roman schildert den Genozid, den die jungtürkische Regierung 1915-1916 an den Armeniern verübte. Franz Werfel erzählt von einem in Paris aufgewachsenen armenischen Intellektuellen, der mit seiner französischen Frau und ihrem gemeinsamen Sohn nur durch Zufall sein Heimatland besucht, in den Wirren des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs in der Türkei festgesetzt und als Armenier entrechtet wird. Empört beginnt er einen verzweifelten Kampf gegen die türkischen Truppen, die dreimal anrücken, um die kleine Volksgemeinschaft, in der er ursprünglich aufwuchs, gewaltsam zu zwingen, auf die Todesmärsche zu gehen, auf denen hunderttausende von Armeniern bereits zu Tode gebracht wurden.

Seine Verwandlung von einem in der europäischen Kultur verwurzelten Weltbürger zu einem seine ethnischen Wurzeln empfindenden und aus der Not geborenen Militaristen entfremdet ihn von  seiner Gattin, die in den Kriegswirren den Verstand verliert. Als während der von ihm angeleiteten Kämpfe sein Sohn stirbt, verliert er seinen Lebenswillen: Obwohl Rettung von einem französischen Kriegsschiff naht, liefert er sich der türkischen Armee aus. 

Romanadaption und Regie: Andreas Durban
Komposition: Henrik Albrecht
Musikalische Leitung: Georg Leisse
Kostüme: Angela Schütt
Projektionen: Birgit Pardun

Gabriel Bagradian: Marek Reichert
Juliette Bagradian: Katharina Fuchs
In anderen Rollen: Merle Bader, Philippa Gugerel, Anna Lautwein, Svenja Lehmann, Christina Meier, Julie Vercauteren, Christopher Auer, Thomas Huy, Rein Saar, Bo Shi,

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Fotos: Andre Scollick